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Heilsbringer oder Resterampe?

In den letzten Jahren hat sich die Diskussion um den programmatischen Einkauf von Werbeumfeldern wie ein Lauffeuer in
der Online-Marketingbranche verbreitet. Von performanceorientierten Consumer Marketeers als Heilsbringer gefeiert und von anderen als Restplatzrampe niederer Qualität verteufelt, bewerten gerade im B2B-Bereich noch immer zu viele
Marketingentscheider „Programmatic“ auf Grundlage von zum
Teil gefährlichem Halbwissen. Oder schlichtweg gar nicht, weil
nur wenige überhaupt nah genug an den Maschinenraum
kommen, da sie von Agenturen beraten werden und/oder
keine eigenen Ressourcen zur Verfügung haben, um sich tief
genug in die Materie einarbeiten können.
B2B-Marketing geht historisch gesehen schon immer einen
eher konservativeren Weg. Die Uhren ticken oftmals langsamer,
dennoch fährt der deutsche Mittelstand als Export-Weltmeister
Erfolg um Erfolg ein. Es lohnt sich manche Dinge nicht mit Aktionismus zu verfolgen, sondern die eine oder andere Entwicklung erst einmal abzuwarten. Das gilt nicht zuletzt auch für das
Online-Marketing. Auf der anderen Seite muss man bei neuen
Entwicklungen frühzeitig ein klares Bild dazu entwickeln, was
die Optionen sind, um dann zum richtigen Zeitpunkt mit entsprechender Entschlossenheit neue Maßnahmen einzuleiten. Sonst wird man schnell vom Wettbewerb überholt.

Heute werden große Konzerne nicht mehr nur von ihren Peers,
sondern vor allen Dingen auch von Start-ups angegriffen, die deutlich agiler und dynamischer agieren. Auch im

Marketing kommt so mancher „B2B-Marketing-Haudegen“
beim Thema Programmatic leicht ins Wanken, verfällt in eine
Maßnahmen-Lethargie und konzentriert sich lieber weiter auf
Messeaktivitäten und Printanzeigen, als sich mit B2B-Daten
und programmatischem Mediaeinkauf zu beschäftigen.

Erstveröffentlichung unter https://www.marketingverband.de/fileadmin/Whitepaper_DDMDS_08_2019_web_neu.pdf

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